Gralf-Edzard Habben ist tot.

Kurz vor seinem 84. Geburtstag ist der Bühnenbildner Gralf-Edzard Habben gestorben. Mit Roberto Ciulli und Helmut Schäfer gründete er 1981 das Theater an der Ruhr, dessen Inszenierungen er über Jahrzehnte mit seinen Entwürfen entscheidend mitprägte. Die Bedingungen eines Theaters, das in Deutschland und weltweit unterwegs ist, mussten zunächst entwickelt werden, Habben erfand eine andere Logistik des Bühnenbaus. Nicht Bühnenbildner war Habben, er schuf Räume, die auch den Schauspieler im Blick hatten, um mit ihm zu spielen, also spielerische Räume, die ihre Dimensionen auch durch das Licht fanden, dessen Möglichkeiten immer vorgedacht waren.

Zudem entwarf Gralf-Edzard Habben, der in Krefeld auch Grafik studiert hatte, das Gesicht des Theater an der Ruhr, von dem wirklich prägenden Logo bis hin zu den Programmheften und Plakaten, die heute mittlerweile Sammlerwert besitzen. Die langjährige Zusammenarbeit mit Roberto Ciulli, den er in den sechziger Jahren in Göttingen kennenlernte, und Helmut Schäfer, die zusammen auch die künstlerische Leitung des Theaters bildeten, war Teil der Kraft, das Theater an der Ruhr unter anfangs äußerst schwierigen Bedingungen langfristig in der Theaterlandschaft der Welt zu etablieren. Sein bedeutender Anteil an diesem Prozess wird nicht vergessen werden.

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