10. Festival Unruh(R) 2011

Und das Unmögliche ist nur das, was schon morgen möglich sein kann.

10. Festival Unruh® - 15. - 18. Juni 2011

Durch die kleine Silbe UN werden die Begriffe auf den Kopf gestellt. Aus Ordnung wird Chaos, das Angenehme wird zu etwas, was sich nicht mehr gut anfühlt, aus etwas Passendem wird etwas nicht mehr Geeignetes. Die Silbe UN vor dem Wort Ruhe gehört den Menschen, die sich nicht zufrieden geben. UN-Ruhe ist eine Einladung, in Bewegung zu bleiben.

Ruhe kommt später von ganz allein. Das Spiel ist für den Menschen die Chance, in Bewegung, un-ruhig zu bleiben. Wer spielt, befreit sich von Stillstand und fremdem Einfluss. Eine wesentliche Beschäftigung im Theater ist es, den Selbsterkenntnisprozess in Gang zu bringen und weiter zu entwickeln. Durch das Spielen erfährt man sehr viel über sich selbst. Im Theater können Erwartungen unerfüllt gelassen werden, Du unterliegst nicht dem Druck, etwas bedienen zu müssen, was Dir nicht selbst gehört. Man ist nun selbst verantwortlich. Jeder wird zufällig geboren. Auf dieses Ereignis hat man keinen Einfluss, doch ab diesem Punkt hat man das ganze Leben Zeit, den eigenen Namen, die eigene Person zu finden. Und das Unmögliche ist nur das, was schon morgen möglich sein kann.

Wir wünschen uns ein unbequemes, unangepasstes, unnachahmliches 10. Unruh®-Festival.

Roberto Ciulli

Künstlerische Leitung Theater an der Ruhr

Zum zehnten Mal findet das Festival Unruh® der Jugendclubs an den Bühnen des Ruhrgebiets statt. Im Jahr 2002 wurde das Festival Unruh® am Theater an der Ruhr ins Leben gerufen. In diesem Jahr feiert es an dem Ort seiner Premiere sein Jubiläum: Im Raffelbergpark im Theater an der Ruhr.

Als Gastgeber heißt das Theater an der Ruhr die Theater aus Bochum, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen und Oberhausen herzlich willkommen, um ein Festival des Ruhrgebiets zu feiern.

Ein Festival im Sinne der Theaterschaffenden der Theater des Ruhrgebiets, deren Zusammenarbeit sich in Unruh® manifestiert. Im inhaltlichen Ansatz wurde Unruh® weiter entwickelt, ohne seine Grundsätze zu verlassen: Keine Auswahljury, kein Preis, kein Wettbewerb, sondern der Austausch der Theaterspielenden steht im Mittelpunkt.

In diesem Jahr stehen Eigenproduktionen auf der Basis von selbst geschriebenen Texten und persönlich erlebten Geschichten deutlich im Vordergrund. In dieser dokumentarischen, auch autobiographisch geprägten Arbeitsweise spiegeln sich Zeitgenossenschaft und Aktualität wider.

Die dabei entstandenen Arbeits- und Präsentationsformen werden auf dem Festival gezeigt und vorgestellt. Darsteller und Zuschauer kommen ins Gespräch über die Aufführungen und das Theatermachen. Neue Erfahrungen können die Teilnehmer in professionell angeleiteten Workshops machen. In diesem Jahr werden diese von Grotest Maru geleitet, die sich mit Theater in den öffentlichen Raum begeben und dabei Landschaft oder Architektur erforschen. Die entstandenen Kontakte können beim gemeinsamen Feiern mit Musik und Karaoke weiter vertieft werden.

Durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglichen uns die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und das Kultursekretariat NRW die Ausrichtung des Festivals.

Nina Hofmann

Festivalorganisation

Juni 2011

15

Mi, 18.00 Uhr

15

Mi, 20.00 Uhr

16

Do, 20.00 Uhr

17

Fr, 18.00 Uhr

18

Sa, 15.00 Uhr