REBEKKA KRICHELDORF
DAS DING AUS DEM MEER
Regie: Laura Schroeder

EIN GASTSPIEL DER THÉÂTRES DE LA VILLE DE LUXEMBOURG

Auf der Bühne stehen die Stars des Großherzogtums Luxembourg Désirée Nosbusch und Luc Feit. Dazu kommen die junge Schauspielerin Anouk Wagener, die unter anderem in Filmen von Pol Cruchten mitspielte, und Sabine Vitua, bekannt vor allem aus zahlreichen Fernsehfilmen, von Pastewka bis zum Tatort, sowie Timo Wagner.

Sie alle versammeln sich auf einem Partyschiff. Der Morgen dämmert, die letzten betrunkenen Gäste sind noch da: die Gastgeberin, ihr halbwüchsiger Sohn, ihr Liebhaber und ihre beste Freundin, außerdem eine junge Frau des Servicepersonals. Was anfängt wie eine realistische, eher oberflächliche Komödie – mit Figuren, die versuchen, sich selbst und den anderen vorzumachen, sie wüssten, was sie wollen, seien glücklich und hätten den Sinn des Lebens für sich erkannt – entwickelt sich nach und nach zu einer düsteren, nihilistischen Reflexion über die Existenz und die Leere des Lebens. Auslöser der Katastrophe ist das Ding, das auftaucht, nachdem das Schiff aufs Meer abgetrieben ist. Ein Seeungeheuer, ein Monster, „groß wie ein kleines Haus“, je nach Ansicht Retter oder Feind, den es zu loben oder zu bekämpfen gilt. In dieser existenziellen Extremsituation lassen die Figuren nach und nach ihre Masken fallen...

Rebekka Kricheldorf spart auch in diesem Stück nicht an schwarzem, zynischem Humor: Bei aller Düsternis und Gewalttätigkeit gibt es auch komische Momente. Wobei den Zuschauern manches Lachen wohl im Halse steckenbleiben wird.