Bei seinen Recherchen zum Aufenthalt des italienischen Filmregisseurs Luchino Visconti in Oberhausen, die ihn 2008 auch nach Mülheim führten, wurde der Historiker, Filmemacher und Echosammler Hans Peter Litscher auf den Mülheimer Ernst Adolf Steiger aufmerksam. Im Wohnhaus des kürzlich verstorbenen Bergarbeitersohns und Versicherungsmathematikers entdeckte er ein Kuriositätenkabinett: ein immenses Sammelsurium der Heiligen Barbara gewidmet, Schutzpatronin der Bergleute, Waffenschmiede und Gefangenen.
Gemeinsam mit der Stadt Mülheim katalogisiert Hans Peter Litscher den Bestand und macht ihn für die Öffentlichkeit zugänglich. Der in Paris lebende Schweizer spürt den Lauf der großen Geschichte in privaten Anekdoten und biografischen Details auf. Verschiedene Wahrheiten werden kombiniert, gegenübergestellt und so lange gegeneinander geschoben, bis sie wie die Teile eines Zauberwürfels zusammen passen.
Am 2. Juli eröffnet Hans Peter Litscher die Ausstellung mit einem Fest. In täglichen Führungen erläutert er anhand der Exponate die Ergebnisse seiner Erkundungen über das Leben des außergewöhnlichen Mülheimers Ernst Adolf Steiger.
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