Alaa Hussein/Akram Assam
Interview

Ein Gastspiel von TARKIB (Independent Artists Group). Eine Koproduktion von EMCUE e.V. mit der Al Noor Stiftung; gefördert durch das Goethe-Institut Irak-Verbindungsbüro Erbil, die U.S. Botschaft Bagdad und das Nationaltheater Bagdad.

Mit Alaa Hussein und Saad Mohsen.

In arabischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

"Das Interview" erzählt die Geschichte einer gescheiterten Liebe im heutigen Irak. Die beiden einstmals in Liebe verbundenen Menschen erzählen vor laufender Kamera ihre Perspektive des Verlaufs ihrer Beziehung. Sie ist Tänzerin, ein Beruf, der innerhalb der irakischen Gesellschaft kaum Ansehen genießt. Er verschwindet eines Tages aus ihrem Leben, um sich einer Organisation anzuschließen, deren Mitglieder seine Ex-Freundin später ermorden werden. Erst ihr Tod bewirkt, dass er den von ihm gewählten Weg hinterfragt. Der junge, an der Theaterfakultät der Bagdader Hochschule der Künste ausgebildete Regisseur Akram Assam bezeichnet seine Aufführung als eine "Performance", da in seiner Heimat Theater eher klassisch, während er Gesang, Bewegungstheater und Live-Video für seine Inszenierung benutzt. Für eine Inszenierung „4 Black“, erhielt er anlässlich des 16. Forums des jungen experimentellen Theaters in Bagdad den Preis als bester Regisseur. Er ist Ensemblemitglied des dem Theater an der Ruhr seit vielen Jahren verbundenen Nationaltheaters Bagdad.

Anschließend Foyergespräch mit dem Regisseur Akram Assam, der in Bagdad lebenden deutschen Kulturmanagerin Hella Mewis, der Autorin Alaa Hussein, dem Journalisten und Bestseller-Autor Bruno Schirra (ISIS - Der globale Dschihad: Wie der "Islamische Staat" den Terror nach Europa trägt, 2015) und dem ZDF-Moderatoren und Islamwissenschaftler Abdul-Ahmad Rashid.