In einem Filmprogramm präsentiert Theater der Welt drei internationale Filmemacher, die ein analytischer, aber poetischer Blick auf ihren eigenen Kontext verbindet. Lav Diaz, Elia Suleiman und Tsai Ming-Liang wählen die Filme selbst aus und sind bei den Filmvorführungen anwesend.
Lav Diaz
Der bekannte philippinische Filmemacheruntersucht Nationalgeschichte und ihre Unwahrscheinlichkeit. Gibt es "den Philippino"? Seine Schwarz-Weiß-Filme komponiert er aus langen Einstellungen, Geräuschen und Gedanken. Ihre mehrstündige Dauer sprengt gängige Formate.
Elia Suleiman
Nachdem er in den 80er Jahren mit Kurzfilmen erste Erfolge in den USA feierte, kehrte Elia Suleiman zurück nach Israel. Er zeigt die Tödlichkeit der Konflikte seiner tiefgespaltenen Heimat und glaubt fest daran, dass die Absurdität, in der sie sich darstellt, auch Hoffnung enthält.
Tsai Ming-Liang
Der in Malaysia geborene Berlinale-Gewinner hat seine eigene Version einer taiwanesischen Nouvelle Vague entwickelt. Seine Alltagsgeschichten changieren zwischen Kitsch und politischem Engagement.
Zusätzlich präsentiert Theater der Welt 2010 ab März im Rahmen von Schöne Aussicht eine Filmreihe in Zusammenarbeit mit den Essener Filmkunsttheatern in Essen und Mülheim.
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