Ad de Bont
Mutter Afrika
Regie: Oliver Krietsch-Matzura
Mitarbeit: Kristina Brons
Ausstattung: Dorothee Curio
Dramaturgie: Malte Jelden
Assistenz: Hanna Schörken
Chorleitung: Gunnar Pietsch

Um seine Schulden zu begleichen, verkauft ein westafrikanischer Mann seine Kinder. Die Geschwister Aba und Kodjo werden dabei getrennt und sind gezwungen, auf sich gestellt in einer Welt erwachsen zu werden, die in ihnen mehr ein Stück Vieh als einen Menschen mit Leib und Seele sieht.

Die Inszenierung von Ad de Bonts „Mutter Afrika“ durch den Regisseur Oliver Krietsch-Matzura führt uns eine Gesellschaft von Sklavenhaltern, klimakranken Ehefrauen, liebenden höheren Töchtern, gehaltsabhängigen Schlägertypen, zwanglos egoistischen Personen aller Art und dem leibhaftigen Teufel vor Augen. Mit im untergehenden Boot sitzt eine Jugendgang aus Mülheim, die das Treiben verfolgt und die eigene Position gegenüber einem näher rückenden Afrika sucht.

Die fesselnde Sprache des anerkannten niederländischen Autors Ad de Bont ist bestens dazu geeignet, auch einem jüngeren Publikum Themen wie Rassismus, Kolonialismus und die Geschichte Afrikas nahe zu bringen. Ad de Bont gilt als eine Schlüsselfigur für Kinder- und Jugendtheater, als einer der wenigen, die ein Gespür dafür haben, politische Themen für junge Zuschauer erzählbar zu machen, indem er Lösungsansätze für Probleme aufzeigt. Für seine Kinder- und Jugendtheaterstücke erhielt Ad de Bont zahlreiche Auszeichnungen.