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Escaping Helden­platz (UA)

Mixed Reality Experience

Nach Thomas Bernhard

 

KGI – Büro für nicht übertragbare Angelegenheiten, Köln

In seinem letzten Stück untersuchte Thomas Bernhard anhand der Geschichte einer jüdischen Familie in Wiendas Ausmaß des Antisemitismus im Jahre 1988. Die Premiere am Burgtheater geriet bereits im Vorfeld zum größten Theaterskandal nach ‘45 und konnte aufgrund von Boykottaufrufen, körperlichen Angriffen und Morddrohungennur unter Polizeischutz stattfinden. In KGIs Interpretation von „Heldenplatz“ begibt sich das Publikum auf eine Spurensuche des Skandals und des Antisemitismus von heute: Was geschieht, wenn wir den Blick in den Abgrund der Vergangenheit wagen?


Mittels VR-Brillen werden die Zuschauer:innen in einen Alptraum des Unbewussten versetzt, der versucht, hinter die polierten Fassaden des scheinbar unbeschädigten Kulturbetriebs zu blicken. Eine rauschhafte Odyssee zwischen VR und Theater, Schuld und Unbewusstem, Vergangenheit und Gegenwart beginnt.

Die Performance wird durch eine installative Dokumentation ergänzt.

Gefördert von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von NEUE WEGE in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat.

Informationen

Premiere

Premiere: 09.11.23

Dauer

ca. 50 Minuten

Ort

Theater an der Ruhr
Akazienallee 61
45478 Mülheim an der Ruhr

Besetzung

  • Arthur Romanowski
  • Mike Vojnar
  • Johnny Mhanna

Team

  • Maria Vogt
    Konzept/Text, Regie/Dramaturgie
  • Simon Kubisch
    Konzept/Text, Regie/Dramaturgie
  • Dominik Meder
    Konzept/Text, Regie/Dramaturgie, AI Animationen
  • Marcel Nascimento
    Video
  • Sara Sabri
    Produktion
  • Alexander Bauer
    XR-Design
  • Markus Wagner
    XR-Design
  • Ben Fischer
    XR-Design

Einführung Escaping Heldenplatz (UA)

Ein Gespräch mit Dominik Meder, Simon Kubisch, Maria Vogt und Sara Sabri von KGI.

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  • CBplayer 1.7.0

Stimmen

Dorothea Marcus, Deutschlandfunk Kultur FAZIT:

„Die VR-Installation [...] ist von höchster künstlerischer Qualität. [...] Dieses Trudeln durch Raum und Zeit und dass es diese Kontinuitäten des Antisemitismus gibt, sind hier meisterhaft zusammengeführt. [...] „Es ist einfach wirklich atemberaubend und nahezu gespenstisch, wie die Produktion hier [den neu erwachenden Antisemitismus] erzählt.“