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Rausch ist vor allem ein Phänomen, das bewusstseinsverändernde Kraft hat, und damit die Identitätsfrage, die Frage nach dem Ich, stellt, zu dem wir im Rausch auf Distanz gehen: Im Zentrum des Programms stehen dementsprechend die vermeintlichen Gewissheiten des Ichs – und damit diejenige Instanz, die in der ganzen Bandbreite rauschhaft erlebbarer Zustände und Situationen ebenso erschüttert wie stabilisiert, aufgelöst wie erweitert, außer sich aber auch zu sich gebracht wird. Die Enden dieses Ichs reichen vom Wahn bis in die personale Identität, von der Individualität bis zur Gemeinschaft, von der Fremdheit bis zum Fest – und diese Pole werden im Rahmen von RAUSCH 3 adressiert, umspielt und immer wieder neu in Frage gestellt.

Dafür sorgen Roberto Ciullis Verschränkung seines Artaudprojekts mit dem frühaufklärerischen Kassenschlager unter dem Titel „Ich, Antonin Artaud – Der wilde Harlekin“; Philipp Preuss´ Spiel mit der Vervielfachung von Identität in Kleists „Amphitryon“; subbotniks Gemeinschaftsstiftung durch die Festperformance „Was weg ist, ist weg?“; und die Reprise von „Escaping Heldenplatz“ der Gruppe KGI. Dafür sorgen außerdem einige alte Bekannte aus den Programmen von RAUSCH 1 und 2, ebenso wie neue Gäste. Und schließlich sorgen dafür Sie: Mit Ihrem Besuch wird RAUSCH 3 zu einem großen, gemeinsamen, reichhaltigen und nachhallenden Erlebnis.