Repertoire

THE ORDER OF APPEARANCE

Philipp Preuss
Dauer: 24 Stunden

Der längste Applaus der Theatergeschichte!

Der längste Stream der Theatergeschichte!

Ein 24/7 Stream.

Hier gelangen Sie zum Streaming

 

„The Order of Appearance“ setzt dort an, wo der Theaterabend normalerweise endet: beim Applaus. Es ist eines der ältesten Rituale im Theater. Der Vorhang fällt, die SchauspielerInnen treten in ihren Kostümen vor den Vorhang und verneigen sich vor dem Publikum, während sie die Rollen, die sie gerade noch verkörperten, hinter sich lassen. Ein durchinszenierter Moment für die unberechenbare, spontane Gefühlsentladung im Theater. Und weil im Theater nur wenig zufällig passiert gibt es auch für den Applaus für jedes Stück eine zuvor festgelegte Inszenierung. Die Applausordnung bestimmt, in welcher Reihenfolge die SpielerInnen auftreten, ob einzeln oder im Kollektiv, welcher Raum Stars und Komparsen eingeräumt wird, wer das Ensemble leitet und das Zeichen zur synchronen Verbeugung gibt.

In „The Order of Appearance“ treten von Antigone über Hamlet, Maria Stuart, Die Möwe, Bernarda Albas Haus, Warten auf Godot, Die Dämonen bis zu Publikumsbeschimpfung u.a. die Dramatis Personae der Theatergeschichte zum ewigen, nie endenden Applaus an, ohne zuvor ihre Dramen verhandelt zu haben. In einem nie endenden Loop fokussiert Philipp Preuss auf den Zwischenbereich zwischen Inszenierung und sozialer Praxis und zeigt Applausordnungen als Choreographie und Endspiel, in dem sowohl die inszenierte Huldigung der SchauspielerInnen als auch die Hierarchien, Machtstrukturen und Gemeinschaftsrituale des Theaters zum Ausdruck kommen und zeigte das ewige Glücksversprechen im existentiellen Vergehen der Zeit.

Entstanden 2017, aus einer Koproduktion mit dem Schauspiel Leipzig/Residenz.

Konzept und Regie: Philipp Preuss
Mit: Sabine Brückner, Jessica Gaebel, Christian Humer, Nora Koch, Marius Mechler, Sarah Pachmann, Miloslav Prusak, Sarka Prusak, Sophia Richter, Felix Römer, Birgit Steiner, Alice Tandogan, Sören Zweiniger
Ausstattung: Marianne Heide, Maske: Thora Pilling, Regie- und Ausstattungsassistentin: Clara Romstedt,  Ankleiderin: Anke Philipp, Bühnenmeister: Ingo Tausch, Licht: Ronny Kinner, Ton: Konstantin Müller
Dank an Ramallah Aubrecht

Karten